Klodeckel des Tages

29. November 2015

Alberne Klima-Theorie: Der Mann als geborener Feind der Umwelt

Filed under: Tagesthema — Klodeckel des Tages @ 14:30
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In dieser Woche bin ich auf einen Begriff gestoßen, der meine Neugier geweckt hat. Und obwohl mir meine innere Stimme befahl, es nicht zu tun, ging ich der Sache auf den Grund. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit der „Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik“ auf sich haben könnte, die eine gewisse Gotelind Alber im Vorfeld der Weltklimakonferenz ins Spiel gebracht hat. Sollte es dabei um die geschlechterparitätische Besetzung aller Gremien gehen, die der Klimawandel-Industrie zuarbeiten? War vielleicht bloß eine Befragung unter Frauen gemeint, um deren Wünsche zur vermeintlichen Rettung des Klimas stärker zu berücksichtigen? Oder handelte es sich wirklich um den impliziten Vorwurf, dass wir Männer den Frauen ein Unrecht antun, weil wir anders sind? Natürlich war es vor allem Letzteres. Woher der Wind weht, machte ein Blick in Frau Albers Vita klar. Sie hat sich dem Gender-Kampf verschrieben und die Männer als Hauptschuldige für den Klimawandel ausgemacht. Zur Gegenwehr hat sie eigens ein internationales Frauen-Netzwerk mitbegründet, in dem sie als Vorstandsmitglied dem Klima zu mehr Gerechtigkeit verhelfen will. Die Vereinigung will Männer dazu erziehen, sich wie Frauen zu verhalten – wenn man die Welt schon nicht von ihnen befreien kann. So weit, so schlecht.

Als ahne sie, wie dünn das Eis ist, auf dem ihre Ideologie und die ihrer Netzwerkerinnen fußt, lässt sie uns vorsorglich wissen, dass sich nun sicher wieder die Gegner des Genderwahns zu Wort melden würden. Und jene, die so gerne von der Klimalüge sprechen. Selbstverständlich ist das so, liebe Frau Alber. Denn das irrwitzige Treiben der Gender-AktivistInnen kann man nicht unkommentiert lassen. Und als aufgeklärter Mitteleuropäer muss man den Profiteuren einer Industrie entgegentreten, die mit der geschürten Angst vor einem sich verändernden Klima das große Geld verdienen. Ebenso all jenen, die das Thema nur allzu gerne dazu missbrauchen, der Gesellschaft ihre Weltanschauung aufzuzwingen. Doch natürlich geht es Frau Alber lediglich darum, „genau hinzusehen, Unterschiede aufzuzeigen und neue, gerechtere Lösungsansätze zu finden“, wenn sie feststellt, dass sich Frauen viel klimafreundlicher verhalten als Männer. Sie nutzten in stärkerem Maße öffentliche Verkehrsmittel, führen wesentlich kleinere Autos, äßen viel häufiger vegetarisch und seien weitaus empfänglicher für die angeblichen Vorzüge von Bio-Lebensmitteln. Sie seien damit besser für das Klima als Männer. Na sowas! Nun ist es nicht so, dass man Frau Alber in ihren Beobachtungen widersprechen könnte.

In der Tat sind es vor allem Frauen, denen der Bio-Markt seine milliardenschweren Umsätze verdankt. Ob das allerdings dem Klima eher nutzt oder schadet, sei dahingestellt. Und die zwar von manchem Mediziner als bedenklich eingestufte vegetarische Ernährung ist sicher häufiger bei Frauen zu finden. Auch das mit den kleinen Autos stimmt, doch hilft es der Umwelt wenig, wenn man sich konsequent auf die Verwendung des zweiten Ganges beschränkt. Wie wäre es zudem, in Betracht zu ziehen, dass Frauen ganz offenkundig ein anderes Temperaturempfinden haben als Männer? Die Belastungen für die Umwelt aufgrund der dadurch deutlich stärker beheizten Büros und Wohnungen sollte Frau Alber unbedingt ins Kalkül ziehen. Ebenso die Tatsache, dass Frauen mehr Ressourcen im Bad verbrauchen und mit ihrem Konsumverhalten sicher nicht dazu beitragen, das Klima zu schonen. Der Verkehr, der nur durch den weiblichen Hang zum Shopping entsteht, wäre ein willkommener Anlass für eine Studie zum Klimawandel. Doch Ausgewogenheit ist nicht das Anliegen der Geschlechtergerechten. Sie verschleißen sich lieber im Kampf gegen den Mann. Für uns alle wäre es besser, wenn der Genderwahn endlich ein Ende fände. Und auch dem belasteten Klima zwischen Mann und Frau wäre damit geholfen.

8. November 2015

Das „Klima-Asyl“: Hendricks auf der Suche nach neuen Flüchtlingen

Filed under: Tagesthema — Klodeckel des Tages @ 14:30
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Man hört nicht oft von ihr – und das ist gut so. Doch immer, wenn ihr die organisierten Retter der Erde einen Strohhalm reichen, greift sie dankbar zu. Diesmal ist die Ende November in Paris stattfindende Weltklimakonferenz Anlass für eine ihrer skurrilen Wortmeldungen. Die Rede ist von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, bei der man nicht recht weiß, ob sie sich eher zu den Sozis hingezogen fühlt, deren Parteibuch sie trägt, oder zu ihren Gesinnungsgenossen von den Grünen. Hendricks macht dieser Tage mit der Forderung auf sich aufmerksam, die Vereinten Nationen müssten eine neue Flüchtlingskategorie schaffen, um jenen Asyl gewähren zu können, die durch den Klimawandel zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen würden. Dieser werde Millionen Menschen in die Flucht treiben „und sie werden wohl auch zu uns kommen“, droht die 63-Jährige. Die SPD-Politikerin überrascht mit der Feststellung, hierzulande würden „Klimaflüchtlinge“ als „Wirtschaftsflüchtlinge“ denunziert. Es sind jedoch vor allem die in der ersten Jahreshälfte hunderttausendfach vom Balkan zu uns geströmten Zuwanderer, denen das Attribut anhaftet. Von epischen Klimakatastrophen ist aus dieser Region allerdings nichts bekannt. Doch natürlich gibt es auf der Erde extreme Klimazonen.

Aus dieser Tatsache konstruiert die Geschichtslehrerin eine historische Schuld: „Schließlich haben wir in den Jahrzehnten der Industrialisierung die Verschmutzung der Erde maßgeblich verursacht und tragen immer noch stark dazu bei“, jammert die Ministerin moralinsauer, wohl wissend, dass die heutige Verantwortung für unzureichenden Klimaschutz vor allem bei den Regierungen der betreffenden Staaten liegt. Doch wen kümmern Fakten, wenn sich mit der Klimaangst so wunderbar Politik machen lässt? Hendricks hat ein wahres Kabinettstückchen vollbracht: Sie hat den grünen Dauerappell an das schlechte Klimagewissen um die moralische Komponente der persönlichen Verantwortung für alles Flüchtlingsleid dieser Welt erweitert. Waren wir bisher schon schlechte Menschen, weil wir unseren Müll nicht ordentlich trennen, wissen wir jetzt, dass wir auch herzlos sind, wenn wir den Opfern unserer Umwelteskapaden das Asylrecht verweigern. Das grüne Mantra vom Weltuntergang hat die Flüchtlingspolitik erreicht. Endlich hat auch der Umweltschutz seine Willkommenskultur. Die jahrelang von der grünen Parteiführung vergeblich ausgesandte Botschaft kommt dank der Hendricks-Doktrin nun endlich an: Wer kein Herz für den Klimaschutz hat, ist ein Nazi.

Doch die Genfer Flüchtlingskonvention setzt dem Flüchtlingsbegriff nicht ohne Grund einen engen Rahmen. Wo wollte man die Grenze ziehen? Ist nicht auch der langanhaltende Frost der Tundra ein guter Grund zur Flucht in wärmere Gefilde? Immerhin erstreckt sich die Kältesteppe auf fünf Prozent der Landfläche unserer Erde. Fiele also auch die „Kälteflucht“ unter das neu geschaffene „Klima-Asyl“? Könnten wir Eskimos, Ewenken oder Korjaken dann noch guten Gewissens Asyl verweigern? Und wie verhielte es sich im umgekehrten Fall? Wäre nicht auch die für die ältere Bevölkerung gesundheitsbedrohliche Extremhitze in Teilen Südeuropas, in Afrika sowie im arabischen Raum Anlass genug, diesen geschundenen Menschen grundsätzlich Asyl in kühleren Gefilden zu gewähren? Wo aber zöge das neue Asylrecht die Grenze zwischen Wetterkapriolen und Klimaexzessen? Reichen drei zu trockene Sommer hintereinander, oder sind es eher fünf? Der Vorstoß reiht sich ein in die irrwitzige Zuwanderungspolitik einer hilflosen Bundesregierung. Statt tragbare Lösungen für den nicht versiegenden Zuwandererstrom zu suchen, sollen noch mehr Menschen ins Land gelockt werden. Die Politik der Umweltideologen war schon immer absurd. Mit der Erfindung des Umweltflüchtlings schließt sich der Kreis.

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